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Artikel 2020

Mehr als eine glückliche Fügung
Spiritualität im modernen China

09.04.2020

Wenn sich zwei Gleichgesinnte, wie die Fotografin Stefanie Schweiger und die Schriftstellerin Phoebe Hui in China auf die Suche nach uralter Weisheit, alternativer Medizin und religiösen Glaubensrichtungen machen, bringen sie im besten Fall einzigartige Erfahrungen mit Schamanen, Einsiedlern, Kräuterkundigen und Feng Shui-Meistern mit. Die auf der Reise entstandenen Texte und Fotos sind zwischen zwei Buchdeckel gelangt, zwischen denen sie nichts von den einzigartigen Entdeckungen im Reich der Mitte verloren haben. In „The Magic of Yuanfen“ sind all die mystischen Orte in China und Begegnungen mit modernen Magiern versammelt. Weiterlesen

Qianziwen Der 1000-Zeichen-Klassiker

《千字文》

30.03.2020

Nach ihrer preisgekrönten Übersetzung des chinesischen Klassikers „Die Reise in den Westen“, an der Eva Lüdi Kong 17 Jahre gearbeitet hatte, hat sie 2018 ein weiteres ambitioniertes Werk nachgelegt und den chinesischen „1000-Zeichen-Klassiker“ ins Deutsche übersetzt. Entstanden war der Text im 6. Jahrhundert am Hof des Kaisers Wu, der für seine Prinzen ein Lehrbuch wünschte. Über viele Jahrhunderte wurde es in China weiterhin für den Unterricht genutzt. Seine Zeichen sind mehr als nur (Schrift-)Zeichen. Sie stellen Himmel und Erde, Jahreszeiten und Phänomene der Natur, die Geschichte der Menschen, sowie Regeln für ihre Lebensführung dar. Weiterlesen

Einfach mal anders denken!

26.03.2020

Der französische Philosoph und Sinologe François Jullien gilt als einer der bedeutendsten Kenner Chinas. In seinen zahlreichen Essays und Abhandlungen beschreibt er unter anderem die chinesischen Strategien, die Ästhetik des Denkens und stillen Wandlungen. Höchste Zeit, so meint der Autor jetzt, diese Fäden, die er in lebenslanger Beschäftigung mit chinesischer Denkweise und Sprache zusammengetragen hat, einmal miteinander zu verbinden. Sein Buch „Vom Sein zum Leben“ versammelt in einer Art Lexikon auf einmalige Weise Konzepte des europäischen und chinesischen Denkens. Weiterlesen

Von Kaurimuscheln zum mobilen Payment

从贝壳到移动支付

11.03.2020

Das Geld hat in der Geschichte Chinas einen weiten Weg hinter sich gebracht, der bis heute andauert. Ob Muscheln, Metallmünzen oder Papier – der Materialwert des Zahlungsmittels hat nichts mit dem realen Wert des Geldes zu tun. Es galt und gilt als Tauschmittel sowie als Maßeinheit und steht stellvertretend für Vermögen. Ein kurzer Einblick in die Historie des Geldes zeigt, wie es sich entwickelt hat und wie es heute verwendet wird. Weiterlesen

Digital, mobil, global und in Echtzeit

数字化、移动化、全球化和实时化 — 货币的未来

03.03.2020

Der Schweizer Unternehmensberater Daniel Fasnacht gründete 2018 die EcosystemPartners AG und leitet heute am Business Engineering Institute St. Gallen, einem Spin-off der Universität die forschungsnahe Beratung. Dabei werden Firmen aus dem Finanzsektor unterstützt, Lösungen für digitale Strategien und gemeinsame Geschäftsmodelle zu entwickeln. Im Interview gibt Daniel Fasnacht eine fundierte Einschätzung, wie sich die Bedeutung des Geldes zu verändern beginnt, wie die digitalen Bezahlsysteme in China funktionieren und welche Rolle China für Finanzdienstleistungen und Handel weltweit einnehmen könnte. Weiterlesen

Handwerk oder Kunst? Literarisches Übersetzen aus dem Chinesischen

是手艺还是艺术? — 以中文为原语言的文
学翻译

01.02.2020

Einen Roman oder ein Gedicht in einer fremden Sprache zu lesen, ist schon eine Herausforderung. Viel bequemer ist es, sich einem Text in der eigenen, vertrauten Sprache zu nähern, entspannt und ohne Wörterbuch. Doch während der Originaltext als Kunst angesehen wird, firmiert die Übersetzung immer noch eher als Handwerk. So werden Übersetzer als Nachdichter gehandelt, nicht als Neuschöpfer. Doch gerade bei der bildhaften chinesischen Sprache vollbringen sie das Wunder, stimmige Entsprechungen in der deutschen Sprache zu finden und einen vollmundigen Text für die Leser zu kreieren. Weiterlesen

»Sprecht doch aus, was euch unter den Nägeln brennt!«

"说说什么是你们的燃眉之急!"

16.01.2020

Das 19. und jüngste Konfuzius-Institut in Deutschland wurde 2017 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als gemeinsames Projekt mit der Beijing Language and Culture University eröffnet. Von Anfang an dabei ist Katja Yang, die in Würzburg und Peking Sinologie studiert und zum Thema »Sozialer Wandel und politische Einstellungen im städtischen China der Gegenwart« promoviert hat. Im Gespräch macht sie deutlich, wie wichtig es ihr ist, ein differenziertes Bild von China zu zeigen und dies in den öffentlichen Veranstaltungen des Instituts gemeinsam mit dem Bonner Publikum zu diskutieren. Weiterlesen