Autor: Arne Teubel

Drei Science-Fiction-Sensationen aus China

Science-Fiction made in China ist im Kommen: Hao Jingfang ist die zweite chinesische Science-Fiction-Autorin, die im Westen für Aufsehen sorgt. 2016 erhielt sie für Peking falten den Hugo Award für die beste Erzählung. Im Jahr zuvor hatte ihr Landsmann Liu Cixin mit seinem atemberaubenden Epos Die drei Sonnen in der Kategorie bester Roman den Preis abgeräumt. Auch Chen Qiufan gehört zur neuen Generation chinesischer Science-Fiction-Autoren und hat mit seinem Roman eine brandaktuelle Dystopie abgeliefert.

Ein Spiel der Aromen

Leung Ping-kwan, (Künstlername Ye Si, 1949–2013) war Professor für chinesische Literatur- und Filmgeschichte an der Lingnan-Universität in Hongkong. In seinen Gedichten, Essays und Erzählungen spielt Essen eine zentrale Rolle, denn Essen ist ein Grundelement der Kultur und eine wichtige Stütze des Identitätsgefühls. In Hongkong trafen die westliche und östliche Kultur aufeinander und prägten vor Ort sowohl Sprache als auch Küche. Ein Getränk aus Tee und Kaffee symbolisiert die Mischung der Kulturen während Hongkongs britischer Kolonialzeit.

Superfood – Mehr als ein Versprechen?

Sie tragen exotische Namen, versprechen hohe Wirksamkeit und sind mega-angesagt: Superfoods wie Goji Beeren, rote Datteln, Matcha oder Chia, sind inzwischen auch in den Regalen der Supermärkte angekommen. Die Auswahl ist riesig. Getrocknet, gemahlen oder in Kapseln gepresst gibt’s Beeren, Samen und Pulver, die aufs Müsli gestreut oder in Smoothies gemischt werden. Ihre hohe Nährstoffdichte und die sekundären Pflanzenstoffe gelten als besonders gesund und versprechen Energie und Wohlbefinden. Gut, sich einmal mit ihnen zu beschäftigen!

»Saubere Teller Bewegung«

Die chinesische Regierung hat sowohl der Lebensmittelverschwendung, als auch der Fast-Food- Ernährung den Kampf angesagt. Mit verschiedenen Aktionsplänen soll die chinesische Bevölkerung motiviert werden, Maß im Essen zu halten und auf gesündere Lebensmittel umzusteigen. Aufessen und Sport machen ist die Devise.

Unterschiedliche Wege verfolgen und lehren

Die chinesische Kultur ist von vielen Denkrichtungen geprägt, die sich gegenseitig beeinflusst haben. Auch wenn die Mehrheit der chinesischen Bevölkerung offiziell keiner Konfession angehört, bedeutet das nicht, dass die meisten Chinesen Atheisten sind. Doch die Glaubens- und Denkrichtungen jedes einzelnen sind fließend. In China kann man durchaus einen buddhistischen Tempel besuchen, sonst aber nach taoistischen Maßstäben leben und ganz traditionell die Ahnenverehrung pflegen.

Die selbstgebaute Utopie

Seltsame Steinfiguren ragen über den Rasen in einem Waldstück in der chinesischen Provinz Guizhou. Sie stammen von Song Peilun, einem Künstler, Karikaturisten und ehemaligen Professor, der vor 20 Jahren seinen Job an der Uni kündigte, um seine eigene Utopie zu erbauen.

Leben mit dem Tod

In ihrem Buch „Letzte Dinge“ beschreibt die Sinologin Maja Linnemann, dass sich mit der Industrialisierung, Modernisierung und dem «Triumph von Wissenschaft und Technik» in China das Sterben im 20. Jahrhundert immer mehr aus Alltag, Familie und Dorfgemeinschaft in Krankenhäuser und Altenheime verlagert habe. In den modernen chinesischen Metropolen des 21. Jahrhunderts ist der Tod heute kaum noch präsent.

Buchtipps –
„Der Asienschock“ und „Faszination China“

Urs Schoettli hat sich in seinem Buch «Der Asienschock», erschienen bei NZZ libro, mit der Wandlungsfähigkeit Chinas auseinandergesetzt sowie mit dem neuen Nationalismus und Machtgefüge, aber auch mit Generationenkonflikten und Problemen bei der Wohlstandssicherung. Pascal Nufers Buchtitel «Faszination China» ist durchaus ernst gemeint. Besonders haben es ihm die Menschen in dem vielschichtigen, komplexen Land angetan. Sie haben ihm ihre Türen geöffnet und gezeigt, wie sie wohnen und leben, was in China als höchster Vertrauensbeweis gilt.

Die digitale Transformation

Der Schweizer Unternehmensberater Dr. Daniel Fasnacht erörtert, warum chinesische Anbieter von digitalen Plattformen so erfolgreich sind und dass wir künftig mit ihnen, auch als Mitnutzer unserer Daten rechnen müssen. Dass Chinas Erfolge vielen Menschen Angst machen, ist bekannt, doch was genau tut China eigentlich, wovor wir Angst haben könnten?

Zhongwei, eine handgemachte Oase

Als der gebürtige Zhongweier Tang Ximing nach dem Studium in seine Heimat im Autonomen Gebiet Ningxia zurückkehrte, erkannte er die bedrohliche Lage in der Landwirtschaft und begann 2013 sein ambitioniertes Projekt, Freiwillige für den Kampf gegen die Bodenerosion zu rekrutieren. Jetzt engagieren sich größtenteils Bauern aus umliegenden Dörfern, um die natürlichen Ressourcen wie Boden, Vegetation, Wasser wieder für die Region zurückzugewinnen.