Autor: Arne Teubel

Kunstphilosophie zwischen zwei Kulturen

Der Autor Zhu Zhirong hat in seinem Buch etwas Ungewöhnliches gewagt. Als studierter Kunsthistoriker in den Bereichen Ästhetik und chinesische Kunsttheorie hat er sein Thema nicht einfach auf Philosophie und Kunst zugeschnitten, sondern seine Ausbildung nach westlichem Muster dazu genutzt, für seine Leser eine Form der Wiedererkennung zu suchen.

Im Wettlauf um Afrika

Der Kontinent Afrika hat eine wachsende Bevölkerung von mehr als einer Milliarde Menschen. Das Marktpotenzial ist riesig, und die chinesische Transsion Holdings, ein Hersteller von Mobiltelefonen mit Sitz in Shenzhen, hat eine Nische mit Telefonen geschaffen, die normalerweise für 15 bis 200 USD verkauft werden. Derzeit sind über 10.000 chinesische Firmen in ganz Afrika tätig und stillen den Hunger des Kontinents nach Technologie, Handel, Produktion und Infrastrukturentwicklung.

Drei Science-Fiction-Sensationen aus China

Science-Fiction made in China ist im Kommen: Hao Jingfang ist die zweite chinesische Science-Fiction-Autorin, die im Westen für Aufsehen sorgt. 2016 erhielt sie für Peking falten den Hugo Award für die beste Erzählung. Im Jahr zuvor hatte ihr Landsmann Liu Cixin mit seinem atemberaubenden Epos Die drei Sonnen in der Kategorie bester Roman den Preis abgeräumt. Auch Chen Qiufan gehört zur neuen Generation chinesischer Science-Fiction-Autoren und hat mit seinem Roman eine brandaktuelle Dystopie abgeliefert.

Ein Spiel der Aromen

Leung Ping-kwan, (Künstlername Ye Si, 1949–2013) war Professor für chinesische Literatur- und Filmgeschichte an der Lingnan-Universität in Hongkong. In seinen Gedichten, Essays und Erzählungen spielt Essen eine zentrale Rolle, denn Essen ist ein Grundelement der Kultur und eine wichtige Stütze des Identitätsgefühls. In Hongkong trafen die westliche und östliche Kultur aufeinander und prägten vor Ort sowohl Sprache als auch Küche. Ein Getränk aus Tee und Kaffee symbolisiert die Mischung der Kulturen während Hongkongs britischer Kolonialzeit.

Superfood – Mehr als ein Versprechen?

Sie tragen exotische Namen, versprechen hohe Wirksamkeit und sind mega-angesagt: Superfoods wie Goji Beeren, rote Datteln, Matcha oder Chia, sind inzwischen auch in den Regalen der Supermärkte angekommen. Die Auswahl ist riesig. Getrocknet, gemahlen oder in Kapseln gepresst gibt’s Beeren, Samen und Pulver, die aufs Müsli gestreut oder in Smoothies gemischt werden. Ihre hohe Nährstoffdichte und die sekundären Pflanzenstoffe gelten als besonders gesund und versprechen Energie und Wohlbefinden. Gut, sich einmal mit ihnen zu beschäftigen!

»Saubere Teller Bewegung«

Die chinesische Regierung hat sowohl der Lebensmittelverschwendung, als auch der Fast-Food- Ernährung den Kampf angesagt. Mit verschiedenen Aktionsplänen soll die chinesische Bevölkerung motiviert werden, Maß im Essen zu halten und auf gesündere Lebensmittel umzusteigen. Aufessen und Sport machen ist die Devise.

Unterschiedliche Wege verfolgen und lehren

Die chinesische Kultur ist von vielen Denkrichtungen geprägt, die sich gegenseitig beeinflusst haben. Auch wenn die Mehrheit der chinesischen Bevölkerung offiziell keiner Konfession angehört, bedeutet das nicht, dass die meisten Chinesen Atheisten sind. Doch die Glaubens- und Denkrichtungen jedes einzelnen sind fließend. In China kann man durchaus einen buddhistischen Tempel besuchen, sonst aber nach taoistischen Maßstäben leben und ganz traditionell die Ahnenverehrung pflegen.

Die selbstgebaute Utopie

Seltsame Steinfiguren ragen über den Rasen in einem Waldstück in der chinesischen Provinz Guizhou. Sie stammen von Song Peilun, einem Künstler, Karikaturisten und ehemaligen Professor, der vor 20 Jahren seinen Job an der Uni kündigte, um seine eigene Utopie zu erbauen.

Leben mit dem Tod

In ihrem Buch „Letzte Dinge“ beschreibt die Sinologin Maja Linnemann, dass sich mit der Industrialisierung, Modernisierung und dem «Triumph von Wissenschaft und Technik» in China das Sterben im 20. Jahrhundert immer mehr aus Alltag, Familie und Dorfgemeinschaft in Krankenhäuser und Altenheime verlagert habe. In den modernen chinesischen Metropolen des 21. Jahrhunderts ist der Tod heute kaum noch präsent.